Mit Pflanzenkraft gegen das SARS-CoV-2-Virus

Artemisia Annua und Coronavirus

Das Virus SARS-CoV-2 wird bei uns bleiben. Die beste EmpfehlungDas Immunsystem stärken. Dabei kann uns die Kraft antiviraler Heilpflanzen helfen. Zum Beispiel Extrakte aus Artemisia annua und Echinacea purpurea.

Warum Naturheilmittel?

Es ist bekannt, dass Viren schlecht auf medizinische Behandlung ansprechen. Ausserdem haben chemisch-synthetische Virostatika unerwünschte Nebenwirkungen. Deshalb sind wir bei pathogenen Viren – aktuell bei SARS CoV-2-Viren – auf eine starke Abwehr angewiesen. Zum Glück gibt es eine Vielfalt von Phytotherapeutika und Nahrungsmitteln, die immunstärkend wirken. Zwei Heilpflanzen, die nachweislich gegen respiratorische Viren wirken, seien nachfolgend  erwähnt.

Machtvoll: Der einjährige Beifuss

Der madagassische Präsident Andry Rajoelina wurde im April 2020 von der WHO kritisiert, weil er in seinem Land einen Dekokt (eine Abkochung) aus einheimischen Heilpflanzen gegen SARS CoV-2 einsetzt. Deren wichtigste: Artemisia annua, der einjährige Beifuss. Also eine uralte Heilpflanze, die auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin erfolgreich eingesetzt wird.
Wenige Wochen später bestätigten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts und der Freien Universität Berlin, dass Extrakte des Beifuß tatsächlich gegen SARS-CoV-2-Viren aktiv sind.
Mit anderen Worten: Ein Medikament gegen Covid-19 mit einem Wirkstoff aus der Beifuss-Pflanze könnte Realität werden. Noch wahrscheinlicher ist aber, dass ein natürliches Vielstoffgemisch (Tee, Dekokt, Extrakt, Pulver) die wirkungsvollere Alternative bleibt.

Natur besser als Chemielabor

Das sehen wir am Beispiel von Artemisin. Jahrelang wurde dieser Wirkstoff aus der Beifuss-Pflanze in isolierter Form gegen Malaria eingesetzt. Bis der Krankheitserreger resistent gegen die Substanz wurde.
Setzt man dagegen die gesamte Pflanze ein, schrumpft die Gefahr der Resistenzbildung. Weshalb? Weil der Beifuss noch etliche weitere Substanzen enthält, die ebenfalls gegen Malaria wirksam sind. Gegen diese geballte Ladung kann sich der Malaria-Erreger wesentlich schlechter wehren!

Wirksam auf breiter Front

Artemisia annua wirkt gegen zahlreiche viral bedingte Krankheiten. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht geklärt. Vermutlich erhöht die Heilpflanze die Anzahl der Killerzellen. Gut wirksam ist Artemisia annua beispielsweise bei Erkältungen und echter Grippe (Influenza). So hat der Winterthurer Arzt Dr. med. Heinz Lüscher beobachtet, dass man „gute Chancen hat, eine Grippe in ein bis zwei Tagen zu überstehen, wenn man schon bei den ersten Anzeichen 4x 1.2 g Artemisiapulver einnimmt.“

Bewährt: Echinacea purpurea

Extrakte aus dem Roten Sonnenhut (Echinacea purpurea) sind gründlich erforschte Virenhemmer. Das Naturheilmittel stärkt die Abwehrkraft gegen Atemwegsviren. Insbesondere weil die darin enthaltenen Alkylamide die Produktion von T-Helferzellen  und weißen Blutkörperchen beeinflussen und  entzündliche Botenstoffe blockieren. Die Wirkung gegen respiratorische Viren wird in mehreren randomisierten, kontrollierten Doppelblindstudien bestätigt – zum Beispiel in dieser.

Geschenk der Indianer

Die Heilkraft des Roten Sonnenhutes wurde durch die Prärie-Indianer Nordamerikas entdeckt. Die Cheyenne, Dakota, Komantschen und viele weitere Stämme setzten Echinacea purpurea bei Wunden, Zahn- und Halsschmerzen, Erkältungen, Husten und zahlreichen Erkrankungen ein. Genutzt wurde der Saft oder Brei aus dem zerstossenen Kraut oder gekauten Wurzelstücken.
Heute gibt es im Handel eine Vielzahl von Echinacea-Zubereitungen: Tropfen, Urtinkturen, Tabletten, Heissgetränk und Lutschtabletten (z.B. Echinacin® oder Echinadoron®).

Antivirale Dämpfe

Sehr bewährt hat sich bei respiratorischen Viren das Inhalieren. Zu den effizientesten antiviralen ätherischen Ölen zählen Eukalyptus, Oregano, Gewürznelken, Manuka und Cajeput.
Besonders einfach können Sie mit einem kleinen Inhalationsgerät inhalieren. Ein solches gibt’s zum Beispiel von Pinimentol (ca. 20 Fr., Drogerie/Apotheke).
So funktioniert’s: Den Becher des Gerätes mit kochend heissem Wasser füllen, ein bis drei Tropfen ätherisches Öl hineingeben, umrühren, Deckel schliessen, und dann möglichst lange inhalieren! Ein- bis mehrmals täglich wiederholen.

Weitere antivirale “Tricks” finden Sie hier. 

15.7.2020